Pilgern mit Jugendlichen

Pilger-Projekt

Konzeption

Welcher Kompetenzerwerb wird angestrebt?

Über den Religionsunterricht und die obligatorischen Schul-Andachten und Schulgottesdienste hinaus sollen Formen der religiösen Persönlichkeitsbildung für Schüler etabliert werden.
Durch das Pilger-Projekt sollen sowohl kirchlich beheimatete Kinder und Jugendliche als auch Schüler ohne kirchlich-religiösen Hintergrund die Gelegenheit erhalten, gemeinsam neue Glaubenserfahrungen zu machen.

Verbindung von Spiritualität und Glaubenserfahrung (Andacht, Singen, Stille-Zeiten, etc.) mit körperlicher Herausforderung und sozialem Lernen (Gruppenerfahrung). Die Schüler*innen stärken ihre sozialen Kompetenzen, lernen Verantwortung zu übernehmen und entwickeln ihre Persönlichkeit innerhalb der Gruppe.

Ziel

Jeweils in zwei Jahren den Jakobsweg von Neuruppin nach Santiago de Compostela in vier Etappen zurückzulegen.

Planung

Was ist im Vorfeld notwendig?

Rahmenbedingungen:

  • Vier Pilger-Etappen sind auf drei Schuljahre verteilt (je zweimal Ostern- und Herbstpilgern) und finden sowohl in der Schulzeit als auch innerhalb der Ferien (Ostern, Herbst) statt.
  • Pro Etappe wird eine Woche angesetzt. Die vierte Etappe liegt im Ausland und umfasst drei Wochen.
  • Die Etappen sollen immer weiter von zu Hause wegführen.
  • Es geht dabei weniger darum, das ein bestimmtes geografisches Ziel zu erreichen, als vielmehr den Weg als Erfahrungsort zu nutzen
  • Etappenziele für die jeweiligen Tage müssen vorher genau geplant werden
  • Etappenziele orientieren sich dabei an den Unterbringungsmöglichkeiten
  • Die Unterbringung erfolgt i.d.R. bei Gemeinden am Weg. (Schlafen im Gemeinderaum auf Iso-Matten etc.)
  • Diese müssen rechtzeitig vorher kontaktiert und eine Unterbringung abgestimmt werden.
  • Drei Lehrkräfte teilen sich die Organisation des Projekts.
  • Mindestens zwei Lehrkräfte begleiten die Jugendlichen. Bei einer höheren Anzahl ist eine Begleitung durch drei Lehrkräfte entlastender.
  • Vor dem Start gibt es einen Elternabend und Vorbereitungstreffen mit den Jugendlichen zur Besprechung und Planung der Details
  • Für das Projekt muss kaum Werbung gemacht werden: Vorstellung in einer Andacht, danach von Mund zu Mund.
  • Es müssen nicht alle vier Etappen mitgepilgert werden / wird aber zunächst anvisiert.

Material & Ressourcen

Personen, Zeit, Budget, Räume, Technik, Dekoration usw.
  • 3 Kolleg*innen: Planungs- und Betreuungsaufwand ist hoch.
  • 3 Etappen in Dt. ca. 1 Woche und eine im Ausland (3 Wochen) / in der Schulzeit und den Ferien
  • Kosten und Finanzierung:
    • Etappe 1 bis 3: ca. 180 €, werden durch die Eltern übernommen
    • Etappe 4 (Ausland): ca. 800 €, dreiteilige Finanzierung
      • 400 € durch Eltern
      • 300 € durch Sponsoren (Sparkassen, Kirchenkreise, Betriebe, Stiftungen etc.)
      • 100 € durch Eigenanteil der SuS (durch Ferienjobs, etc.)

Beschreibung

  • Anfahrt zum Pilgerstartpunkt, wenn nicht von der Schule gestartet wird.
  • Grober Tagesablauf
    • 06:30 Uhr: Aufstehen
    • 07:00 Uhr: Morgenandacht
    • 07:15 Uhr: Frühstück
    • Anschließend Aufräumen
    • Von ca. 10 Uhr bis 17 Uhr: Pilgern
    • Nachmittag/Abends: Ankommen, Einkaufen, Kochen, Essen…
    • 21:00 Uhr: Abendandacht
  • Unterwegs an interessanten Punkten, Kirchen oder Pilgerorten Halt machen und Pilgerstempel einsammeln.
  • Die Gruppe ist in verschiedene Teams eingeteilt:
    • Andachtsteam, Essensteam, Einkaufsteam, etc.
  • Das Essen erfolgt durch Selbstversorgung

Anwendungsgebiet

Wo findet es statt im Schulalltag?

Vor den Herbst oder Osterferien bzw. in den Ferien, als Projektblock.

Worauf muss ich achten?

Ihre Tipps für andere
  • Das Projekt lebt vom Zusammenhalt der Gruppe. Dieser sollte durch gruppenbildende Methoden und Elemente gefördert werden.
  • Gemeinschaftsfördernde Aufgaben und Aktionen
  • Das Projekt ist in der Planung und Durchführung mit einem hohen Aufwand verbunden. Es bedarf einer gute Planungs- und Unterstützungsstruktur seitens der Schule und des Schulträgers.
  • Da Rückzugsorte und Privatsphäre während der Pilgerreise kaum vorhanden sind, ist es wichtig diese für Schüler*innen und Lehrkräfte aktiv zu ermöglichen oder mit diesem Umstand reflektiert umzugehen.
  • Das Pilgern sollte als Form ernstgenommen werden und nicht durch ein bloßes Wandern ersetzt werden.
  • Ziele mit einer ausgeprägten Pilgerstruktur können von Vorteil sein, Gemeinden verweisen dann aber oft auf Pilgerherbergen.

Zielgruppe

Für wen ist es geeignet? Klassenstufen, Eltern, Kolleginnen

7-12. Klasse: ca. 25 Teilnehmer